Eine wunderschöne Stadt mit vielen Biotopen hat mich die letzten Paar Tage beherbergt und ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen einbisschen die "Locals" kennenzulernen und zu fotographieren.
Die Federfreunde unter euch interressieren sich vielleicht noch für das Falkenprojekt in der Sagrada de Familia.
Mehr Eindrücke der Tierwelt Barcelonas findet ihr hier und auch da.
Meine lieben Fische habe ich mir natürlich auch angeschaut aber diesmal nur die Speisekarte der Katalanen.
Wer kann sie alle benennen? Ich habe es mit wilden Fingerzeigen und "como se yammaa?" gestammel von den Verkäufern erfahren, wenn es nicht offensichtlich war.
Erkennt ihr auch das grosse Verbrechen auf den Bildern (nicht von mir begangen)?
Es heisst ja immer unsere Meere und Ozeane wären uns immer noch ein Mysterium, wie die Tiefen des Weltalls. Was gibt es also natürlicheres als sich einen Film über Korallen im Planetarium anzuschauen?
Der Film Coral-Rekindling Venus hatte zwar schon am 5. Juni Premiere in verschiedenen Planetarien aber wird in einer Kurzfassung noch gezeigt. Zum Beispiel in Berlin im Planetarium (ich will hin!!!), UMSONST!
Die Künstlerin Lynette Wallworth aus Australien arbeitet auch mit ausgefuchsten technischen Spielerein z.B. Augmented Reality! uuuuuhhh
Ein paar lustige Amerikaner aus Potsdam (New York) spielen Frankenstein und machen aus Schnecken Batterien. Energiewende schön und gut, aber ein bisschen lebewesenverachtend ist das schon, oder was meint ihr?! Die Schnecke scheint dabei auch nicht gerade Spass zu haben. Ich glaube die Anwendung, besonders am Hummer, wäre, jedenfalls in Deutschland, verboten. Hoffentlich...
Die Plastisphere....in den Weiten der Ozeane gibt es einen Ort, an dem das schlechte Gewissen aller falsch oder nicht Recykler konvergiert (eigentlich gibt es in jedem Ozean zwei) und ihr habt wahrscheinliche alle schon von einem gehört: Der " Great Pacific Garbage Patch" (*tommelwirbel*).
Die Meeresströmungen laufen in jedem Ozean im Kreis. Dadurch sammeln sie unablässig den Plastikmüll der ins Meer gelangt in der Mitte der grossen Stömungesläufe, den Gyren.
Der Nordpazifische Gyrus enthält am meisten Plastikpartikel, aber auch alle anderen sammeln fleissig unseren Müll. Die Plastikpartikel werden zermalen und sind meist nur noch als Zentimetergrossepartikel zu finden. Somit werden sie zum Teil des Planktons und bilden eine eigenes Ökosystem: die Plastisphere.
Dieser Lebensraum ist wohl am besten durch seine negativen Auswirkungen auf die Meereslebewesen bekannt: Dazu ein Wort des Entdeckers des Great Pacific Garbage Patch Charles Moore
Aber diese Plastikwelt als neues Ökosystem zu erforschen birgt Überraschungen: Manche der Bewohner fangen an sich an die neue Umgebung anzupassen. In der Art einer " Next Nature" findet man Tiere, die das Plastic nutzen: als Schwimmoberfläche, Eiablagemöglichkeit und sogar als Nahrung!!
Schon im März 2011 wurde dieser Fund in einem Natur Artikel beschrieben: Bakterien, die in der Lage sind, Plastik zu verdauen! Was das Endprodukt ist, und vieles mehr ist, noch unbekannt. Also freut euch nicht zu früh! Die Ergebnisse wurden auf einer Konferenz beschrieben. Ich warte gepannt auf weitere Details!
Das wird sicherlich nicht unser schlechtes Gewissen reinwaschen, aber es zeigt mal wieder wie durch Evolution wundersame Dinge entstehen können.
Charles Moor behauptet "Only we humans make waste that nature can't digest". Doch wir lernen, dass die Aussage"only we humans" mal wieder fehl am Platz ist.
Jetzt seid ihr gefragt: an dieser Stelle werde ich jetzt regelmässig ein Rätsel veranstalten. Ich gebe euch das Paarungsverhalten und ihr gebt mir das Tier. Alles klar? Gewinnen könnt ihr ein Postkarte eurer Wahl von dem Superduperfotographenpaar von deepgreenphoto oder ein Gastbeitrag hier auf der Seite.
Lösung gibts 3 Tage später.
Das Weibchen will eigentlich nur ihre Eier beschützen. In der Sicherheit ihres Maules. Aber diese zwei gelben Eier, die sie dann versucht aufzunehmen, scheinen wegschwimmen zu wollen. Sie verfolgt sie. Dabei wird das ihre Eier befruchten, weil das Männchen bei dieser Eierverfolgungjagd -Zack- seinen Samen in den Mund befördert. Wer macht denn sowas bitte??
Ophtalmotilapia- Der Fadenmaulbrüter!
So sieht es aus wenn sich 2 Männchen streiten.
Seht ihr die gelben Anhänge an den Flossen? Das sind die "Eiflecken". Das Weibchen denkt es ist ein Ei. Es schnappt danach um es ins Maul zu befördern. Der Zug auf der Flosse triggert den Samenfluss und des Sperma gelangt so an die unbefruchteten Eier.
Bei der Gattung Haplochromis läuft es ähnlich: Die Eiflecken sind aber Flecken auf der Flosse und nicht ein Anhang.
Beides sind beliebte Aquarienfische. Ophthalmotilapia kommt aussschliesslich im südlichen Teil des Tanganijka Sees vor. Haplochromiden sind in den Ostafrikanischen Seen weit verbreitet.
So sieht die Paarung bei Haplochromiden aus:
Wobei die Eiflecken nicht so schön zu sehen sind.
Erstaunlich ist, dass diese beiden Gattungen das selbe Paarungsverhalten entwickelt haben. Weiss jemand ob dieses Verhalten Gemeinsamen Ursprungs oder zweimal unabhängig evolviert ist? Obwohl sehr viele Buntbarche, zu denen beide Gattungen gehören, ihre Eier im Maul ausbrüten, haben nur wenige diese Eiflecken, bzw. Eianhänge.
Eine rätselhafte wallende Kreatur wurde von einer Kamera einer Ölfirma gefilmt. 3 Millionen Hits auf youtube und alle rätseln was es sein könnte. Ich tippe: ein Schimmelfilm, wie der auf dem Kaffee, der schon lange vergeblich ungetrunken auf dem Schreibtisch auf mich wartete. Dafür hat es aber zuviele komische Anhänge und Organe. Am wahrscheinlichsten scheint eine riesen Tiefsee Quallenart Deepstaria enigmatica (uuuuhhhh).
Was dafür spricht, hat Deep Sea News ausführlich dokumentiert.
Da der Frühling jetzt hoffentlich endgültig in unseren Gefilden angekommen ist, wird es wieder Zeit sich mit Amore zu beschäftigen. Denn in der Tierwelt knisterts gewaltig...
Isabella Rossellini zeigt uns die vielseitigen Verführungsformen der Natur. Last euch inspirieren!
Mir gefällt natürlich besonders die Lachspaarung.
Bekannter ist vielleicht der Anblick der Entenpaarung. Wie brutal! und wenig verführerisch.