Kurze informative Videos über Nachhaltigkeit in Marinen Ökosystemen: das ist doch eine hübsche Sache. Der Macher dieser MICORDOCS ist Prof. Steve Palumbi von der Stanford University, der Typ mit dem Zopf, der ab und zu zu sehen ist.
Dienstag, 13. März 2012
ADHS-Dokus
Kurze informative Videos über Nachhaltigkeit in Marinen Ökosystemen: das ist doch eine hübsche Sache. Der Macher dieser MICORDOCS ist Prof. Steve Palumbi von der Stanford University, der Typ mit dem Zopf, der ab und zu zu sehen ist.
Donnerstag, 2. Februar 2012
Licht für den Grünen Daumen
296 000 000 000 000 kJ Energie wurden 2010 in Deutschland für Beleuchtung verbraucht. Das sind zwar nur 3% des gesamten Energieverbrauchs, aber immerhin beträchtlich: 10 1000-Megawatt Kraftwerke müssen dafür 1 Jahr laufen (also ungefähr 9 Kernreaktoren).
Eine sehr kreative und abgefahrene Lösung zu dem Problem wären Pflanzen, die in der Lage wären zu leuchten. Ja, genau wie bei Avatar oder auf Goaparties! Nur das sie dazu die Energie durch Photosynthese direkt der Sonne entnehmen. Dies könnte man erreichen, in dem man sich den weitverbreiteten Mechanismus der Biolumineszenz zu Nutze macht.
Biolumineszenz findet man in einer Vielzahl von Organismen: von der Bakterie bis zum Glühwürmchen. Mehr dazu in diesem TED-talk.
Dieses Leuchten beruht immer auf dem selben Prinzip: ein Enzym, die Luziferase, verdaut ein Substrat, das Luziferin, unter Sauerstoff- und Energieverbrauch und produziert dabei Licht. Es ist mittlerweile möglich die Gene, die für die Produktion der Enzyme notwendig sind in andere Organismen zu transferieren z. B. in E.coli Bakterien. In dem iGEM Projekt von 2010 E.glowli versuchten Forscher aus Cambridge E.coli Glühbirnen herzustellen.
| via http://2010.igem.org/Team:Cambridge/Photos |
Das scheint einbisschen langweilig gewesen zu sein, da sie noch Zeit hatten dieses Stück Laborkunst zu erstellen...
| Tabakpflanze mit Luziferase Gen-via- Wikivisual-via- www.bioluminopedia.info |
Als Reportergen wird dieser leuchtende Enzymkomplex schon seit 1985 verwendet. Damals wurde zuerst in Science beschrieben, dass, wenn man in einem Organismus sehen will ob ein Gen, welches man in diesen Organismus integriert hat, auch aktiv und vorhanden ist, man diese Gene an ein Glühwürmchenluciferasegen hängt. Wenn es da ist und läuft, dann leuchtet die Zelle. Diese Luciferase wurde auch schon in den 1990 in Tabakpflanzen integriert.
Die Entwicklung einer echten biolumineszenten Strassenbaumlaterne scheint also gar nicht so sciencefictionhaft.
Man darf aber nicht vergessen das es sich bei einer solchen Pflanze um ein genetisch veränderter Organismus handelt. Würden wir die Problematik der Produktion, Nutzung und Freisetzung von GVO's in Kauf nehmen um Energie zu sparen?
Für mich wäre es jedefalls schwer, den Nachtischlampengummibaum am Leben zu halten, da ich mit einem schwarzen Daumen gesegnet bin: Ja, ich kriege auch Kakteen tot!
Für mich wäre es jedefalls schwer, den Nachtischlampengummibaum am Leben zu halten, da ich mit einem schwarzen Daumen gesegnet bin: Ja, ich kriege auch Kakteen tot!
Quellen:
http://2010.igem.org/Team:Cambridge/Photos
http://www.nextnature.net
http://www.newscientist.com/article/mg20827885.000-glowing-trees-could-light-up-city-streets.html
Dienstag, 10. Januar 2012
Tool
![]() |
| -via-Brown 2011 |
Diese Fotos zeigen ein Lippfisch Cherodon schoenleinii am Grossen Barriere Riff in Australien, wie es ein Muschel öffnet, in dem es diese an einen Stein zerschmettert. Nach der Veröffentlichung dieser Fotos im Herbst 2011 ging ein Aufschrei durch das Netz: Fische verwenden Werkzeuge!
Dies ist ein Schlüsselbegriff ("tool use" auf Englisch) in der Forschung, da es sich hier um einen Eigenschaft handelt die traditionel als rein menschlich betrachtet wird. Kann man, als Forscher, berechtigt ein Verhaltensweise/eine Publikation so betiteln, ist man sich der Aufmerksamkeit von Wissenschaft und Medien sicher.
Doch wie so oft in der Wissenschaft findet hier ein Definitionsdebatte statt: In der Veröffentlichung von Jones, Brown und Gardner zu den Aufnahmen benutzen sie die Definition der Schimpanzenmama Jane Goodall, die als erste Werkzeugnutzung über den Menschen hinauszeigen konnte.
the use of an external object as a functional extension of mouth or hand in the attainment of an immediate goal
(van Lawick-Goodall 1970)
D.h. jeglich Benutzung eines externen Objektes als funktionelle Erweiterung von Mund oder Hand zum Erreichen eines unmittelbaren Zieles (toll, ich kann übersetzen ;) ).
Das finde ich ein bisschen sehr breit gefasst. Ein solche Definition ist möglich aber in wie fern ist diese Verhaltensweise etwas besonderes? Es ist sicherlich ein Zeichen für Lernfähigkeit über dem Maße, das man Fischen sonst so zuschreibt, hinaus aber die Zeiten von " Fische haben ein Gedächtnis von 20 Sekunden" sind, so dachte ich, schon lange vorbei.
In einem daraufhin publiziertem Review von Culum Brown, einem der Autoren des Berichtes, wird beschrieben wie der Begriff des Werkzeuges für Fische insbesondere weiter gefasst werden muss, da sie keine Hände besitzen und im Wasser anderen mechanischen Regeln unterliegen. Reicht es denn nicht festzustellen, dass sie zum Nahrungserwerb ihre Umgebung miteinbeziehen? Muss man von Werkzeugen sprechen?
Es ist mühsam wenn krampfhaft versucht wird, die Fähigkeit eines Tieres, in eine menschliche Kategorie zu stecken. Ist es nicht so beeindruckend genug?
Kurz darauf folgte noch ein Video, diesmal aus Palau und einer anderen Lippfischart Cherodon anchorago.
Sonntag, 20. November 2011
Impfskepsis und Pharmalobby
Als ich im August zum Tropenmedizinischen Zentrum ging um mich vor einer Tropenreise Impfen zulassen wurde mir angeraten, mich gegen Kinderkrankheiten Impfen zu lassen (Masern Mumps Röteln) da man ja in Zambia, wo ich 2 Monate verbacht habe, öfter mit erkrankten Kindern in Kontakt käme.
Ich hatte als Kind alle 3 Krankheiten und weigerte mich deswegen die Impfung zu machen.
Wie in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung berichtet wird, scheint gerade besonders Masern wieder in aller Munde zu sein: die Krankheit breitet sich wieder aus weil ein Paar bescheuerte Impfskeptiker sich verweigern und somit Ihre Umwelt gefärden und alle unsere Kinder, so der Artikel. Andererseits ist die Skepsis gegenüber Impfungen, sowie generell gegen das, was uns die Pharmaunternehmen als Medikamente und Profilaxe verkauft verständlich, da sich diese immer mehr von einem Heilungsauftrag zu einem Verkaufsauftrag hinwenden, wie dies Dokumentation von arte zeigt. Eine Impfung ist in diesem Sinne ein sehr erfolgsversprechendes Produkt, da man erreichen kann das jede Person jeden alters, auch wenn er die Krankheit schon einmal gehabt hat, die teure Impfung alle paar Jahre wiederholen muss.
Die Skepsis richtet sich besonders auch an die Nebenwirkungen der Impfung: es wird vermutet das die Masernimpfung zu Autismus führen kann, wobei die Fakten dazu etwas dürftig sind. Die ASF zum Beispiel vertritt diese Meinung nicht, sondern fordert Menschen auf ihre Kinder Impfen zu lassen (Siehe auch diesen Nature Artikel von anfang November). Die Forschungsergebnisse scheinen auch beruhigend.
Auch das Ziel der WHO Masern bis zum Jahre 2015 auszurotten ist sehr zu unterstützen, da dadurch auch das Verkaufen von Impfungen, und somit diese ganze Diskussion, hinfällig würde. Es scheint es würde sich lohnen die Impfungen konsequent zu betreiben um dieses Ziel zu erreichen. Dabei sollte man jedoch rational bleiben und nicht versuchen Erwachsenen, immunisierten Menschen dieses Produkt aufzudrücken. Die Zahl der Maserninfizierten hat sich in diesem Jahr verdreifacht (siehe RKIbericht), doch liegt es, denke ich, eher an mangelder Impfung in der Kindheit als bei Erwachsenen.
Ich denken das grösste Problem ist, dass viele Menschen das Vertrauen in die Medizin verlieren, da diese zu einem Serviceunternehmen mutiert und der Heilungsauftrag von den Patienten nicht mehr wahrgenommen wird. Wie man es in anderen Serviceunternehmen gewöhnt ist, erwartet man immer das der Verkäufer (also der Arzt) versucht einem etwas aufzuschwatzen. Aber wie könnte man das Vertrauen zur Medizin zurückgewinnen?
Mittwoch, 16. November 2011
Robotertiere-Tierroboter
Die Robotik produziert erstaunliche Dinge. Generell scheint hier die Entwicklung in zwei Richtungen zu gehen: Lebewesen kopiereren um sie besser zu verstehen
oder aber die Lebewesen kopieren um sich dessen Mechanismen zu nutze zu machen und Robotern neue Fähigkeiten zu eröffnen. Beides geht Hand in Hand, da man nicht nutzen kann, was man nicht versteht aber das Endprodukt, der Roboter, kann ganz anders aussehen.
In diesem Video sieht man wie manche sich im Design von Tieren inspieren lassen Andere bauen Roboter um mit Tieren zu interagieren, wie es in diesem Video mit Kakalaken gezeigt wird. Diese Roboter sehen den Tieren nicht ähnlich, erfüllen aber alle Vorraussetzungen um als Kakalakenkollege erkannt zu werden und können so Ihr Verhalten manipulieren. Das hilft ungemein um zu verstehen wie Verhalten funktioniert!
Hier ist ausserdem noch ein Video von einem Quallenroboter, einfach, weil ich es hübsch finde.
oder aber die Lebewesen kopieren um sich dessen Mechanismen zu nutze zu machen und Robotern neue Fähigkeiten zu eröffnen. Beides geht Hand in Hand, da man nicht nutzen kann, was man nicht versteht aber das Endprodukt, der Roboter, kann ganz anders aussehen.
In diesem Video sieht man wie manche sich im Design von Tieren inspieren lassen Andere bauen Roboter um mit Tieren zu interagieren, wie es in diesem Video mit Kakalaken gezeigt wird. Diese Roboter sehen den Tieren nicht ähnlich, erfüllen aber alle Vorraussetzungen um als Kakalakenkollege erkannt zu werden und können so Ihr Verhalten manipulieren. Das hilft ungemein um zu verstehen wie Verhalten funktioniert!
Hier ist ausserdem noch ein Video von einem Quallenroboter, einfach, weil ich es hübsch finde.
Freitag, 21. Oktober 2011
Sonntag, 17. Juli 2011
nobel nobel
In Lindau wird jedes Jahr ein Treffen zwischen Nobelpreisträgern und Jungwissenschaftlern organisiert. Spannend! Dieses Jahr zum 25. mal. Bin ich das oder wird nicht so viel Werbung gemacht? Ich höre davon jedenfalls zum ersten Mal. Auf diesem Blog gibt es eine Zusammenfassung. Klingt ja ganz interressant.
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