Montag, 11. Juni 2012

Schnecke in der Matrix

Ein paar lustige Amerikaner aus Potsdam (New York) spielen Frankenstein und machen aus Schnecken Batterien. Energiewende schön und gut, aber ein bisschen lebewesenverachtend ist das schon, oder was meint ihr?! Die Schnecke scheint dabei auch nicht gerade Spass zu haben. Ich glaube die Anwendung, besonders am Hummer, wäre, jedenfalls in Deutschland, verboten. Hoffentlich...

-via-

Samstag, 2. Juni 2012

life in plastic, it's fantastic!

Die Plastisphere....in den Weiten der Ozeane gibt es einen Ort, an dem das schlechte Gewissen aller falsch oder nicht Recykler konvergiert (eigentlich gibt es in jedem Ozean zwei) und ihr habt wahrscheinliche alle schon von einem gehört: Der " Great Pacific Garbage Patch" (*tommelwirbel*).

Die Meeresströmungen laufen in jedem Ozean im Kreis. Dadurch sammeln sie unablässig den Plastikmüll der ins Meer gelangt in der Mitte der grossen Stömungesläufe, den Gyren.


Der Nordpazifische Gyrus enthält am meisten Plastikpartikel, aber auch alle anderen sammeln fleissig unseren Müll. Die Plastikpartikel werden zermalen und sind meist nur noch als Zentimetergrossepartikel zu finden. Somit werden sie zum Teil des Planktons und bilden eine eigenes Ökosystem: die Plastisphere.
Dieser Lebensraum ist wohl am besten durch seine negativen Auswirkungen auf die Meereslebewesen bekannt:
Dazu ein Wort des Entdeckers des Great Pacific Garbage Patch Charles Moore

Aber diese Plastikwelt als neues Ökosystem zu erforschen birgt Überraschungen: Manche der Bewohner fangen an sich an die neue Umgebung anzupassen. In der Art einer " Next Nature" findet man Tiere, die das Plastic nutzen: als Schwimmoberfläche, Eiablagemöglichkeit und sogar als Nahrung!!
Schon im März 2011 wurde dieser Fund in einem Natur Artikel beschrieben: Bakterien, die in der Lage sind, Plastik zu verdauen! Was das Endprodukt ist, und vieles mehr ist, noch unbekannt. Also freut euch nicht zu früh! Die Ergebnisse wurden auf einer Konferenz beschrieben. Ich warte gepannt auf weitere Details!
Das wird sicherlich nicht unser schlechtes Gewissen reinwaschen, aber es zeigt mal wieder wie durch Evolution wundersame Dinge entstehen können.
Charles Moor behauptet "Only we humans make waste that nature can't digest". Doch wir lernen, dass die Aussage"only we humans" mal wieder fehl am Platz ist.


Mehr Infos gibt es hier:
http://seaplexscience.com/
http://www.nature.com/news/2011/110328/full/news.2011.191.html
http://blogs.discovermagazine.com/notrocketscience/2012/05/08/insects-that-skate-on-the-ocean-benefit-from-plastic-junk/


Sonntag, 20. Mai 2012

odd love: oralbabys

Jetzt seid ihr gefragt: an dieser Stelle werde ich jetzt regelmässig ein Rätsel veranstalten. Ich gebe euch das Paarungsverhalten und ihr gebt mir das Tier. Alles klar? Gewinnen könnt ihr ein Postkarte eurer Wahl von dem Superduperfotographenpaar von deepgreenphoto oder ein Gastbeitrag hier auf der Seite.
Lösung gibts 3 Tage später.

Das Weibchen will eigentlich nur ihre Eier beschützen. In der Sicherheit ihres Maules. Aber diese zwei gelben Eier, die sie dann versucht aufzunehmen, scheinen wegschwimmen zu wollen. Sie verfolgt sie. Dabei wird das ihre Eier befruchten, weil das Männchen bei dieser Eierverfolgungjagd -Zack- seinen Samen in den Mund befördert. Wer macht denn sowas bitte??

Ophtalmotilapia- Der Fadenmaulbrüter!
So sieht es aus wenn sich 2 Männchen streiten. 
Seht ihr die gelben Anhänge an den Flossen? Das sind die "Eiflecken". Das Weibchen denkt es ist ein Ei. Es schnappt danach um es ins Maul zu befördern. Der Zug auf der Flosse triggert den Samenfluss und des Sperma gelangt so an die unbefruchteten Eier. Bei der Gattung Haplochromis läuft es ähnlich: Die Eiflecken sind aber Flecken auf der Flosse und nicht ein Anhang. Beides sind beliebte Aquarienfische. Ophthalmotilapia kommt aussschliesslich im südlichen Teil des Tanganijka Sees vor. Haplochromiden sind in den Ostafrikanischen Seen weit verbreitet.
So sieht die Paarung bei Haplochromiden aus:
Wobei die Eiflecken nicht so schön zu sehen sind.
Erstaunlich ist, dass diese beiden Gattungen das selbe Paarungsverhalten entwickelt haben. Weiss jemand ob dieses Verhalten Gemeinsamen Ursprungs oder zweimal unabhängig evolviert ist? Obwohl sehr viele Buntbarche, zu denen beide Gattungen gehören, ihre Eier im Maul ausbrüten, haben nur wenige diese Eiflecken, bzw. Eianhänge.

Sonntag, 13. Mai 2012

Oder ist es vielleicht doch eine Plastiktüte?




Eine rätselhafte wallende Kreatur wurde von einer Kamera einer Ölfirma gefilmt. 3 Millionen Hits auf youtube und alle rätseln was es sein könnte. Ich tippe: ein Schimmelfilm, wie der auf dem Kaffee, der schon lange vergeblich ungetrunken auf dem Schreibtisch auf mich wartete. Dafür hat es aber zuviele komische Anhänge und Organe. Am wahrscheinlichsten scheint eine riesen Tiefsee Quallenart Deepstaria enigmatica (uuuuhhhh). 


Was dafür spricht, hat Deep Sea News ausführlich dokumentiert.



Samstag, 12. Mai 2012

Frühlingsgefühle, tierisch!

Da der Frühling jetzt hoffentlich endgültig in unseren Gefilden angekommen ist, wird es wieder Zeit sich mit Amore zu beschäftigen. Denn in der Tierwelt knisterts gewaltig...
Isabella Rossellini zeigt uns die vielseitigen Verführungsformen der Natur. Last euch inspirieren!
Mir gefällt natürlich besonders die Lachspaarung.
























Bekannter ist vielleicht der Anblick der Entenpaarung. Wie brutal! und wenig verführerisch.
Quelle: Seduce me
 http://www.sundancechannel.com/greenporno/

Montag, 7. Mai 2012

Freitag, 4. Mai 2012

Wissenschaft als Kunstprojekt!

Crowdfunding ist der Renner wenn es um die Finanzierung von Kunstprojekten geht. Über Anbieter wie Kickstarter oder in Deutschland Startnext lassen sich Mittel für Projekte sammeln. Teilweise sind es wirklich erstaunliche Summen (z.B. Amanda palmars Projekt). Ihr habt alle bestimmt schon tausendmal davon gehört oder gelesen, deswegen lass ich die weiteren Ausführungen. ABER:
Es könnte auch die Zukunft der Wissenschaftsföderung sein! (Trommelwirbel!!)
from NeuroDojo

Die Platform Scifund hat schon ein Paar Projekte erfolgreich gecrowdfounded (-->neues wichtiges neudeutsches Verb) und jetzt kommt Teil 2. Spektrum der Wissenschaft berichtet schon im November über die Platform. Dieses Projekt mit Zombie Daphnien klingt zum Beispiel cool. 
Scifund hat eine sehr hilfreiche Seite zum "How-to" erstellt. Wichtig erscheint mir besonders die Geldmenge, die man beantragen kann (optimal scheinen unter 4000 zu sein) und die Methode Spender zu locken. Wie man auf den Projektseiten sieht, wird man nämlich mit kleinen Geschenken belohnt, wenn man spendet. Bei dem Goliath Crabs Projekt kommt man mit 250 $ in die Acknowledgments (uuuhhh!).
Scifund stellt auch Statistiken zur letzten Runde zur Verfügung.
Also wenn ihr ein kleines Projekt in den Startlöchern, viele Freunde auf Facebook und Lust auf peinliche Videobeiträge habt: los gehts!

Jetzt will ich gerne eure Meinung dazu wissen: könnte das die Zukunft der Wissenschatsförderung sein? (Siehe rechts oben! jaaa eine richtige Umfrage!)